Der Weg der Kindersoldaten in die Freiheit
Zehntausende Kindersoldaten sind in Burma eingesperrt. Sie müssen Sklavenarbeit verrichten, werden oft gequält und immer ihrer Kindheit beraubt. Die Rekrutierung von Kindersoldaten ist ein Verbrechen, ihre Befreiung Gerechtigkeit - und manches Mal ein moralisches Dilemma: Darf man mit Verbrechern kooperieren, um die Kindersoldaten zu befreien? Was darf man tun, um das Ziel zu erreichen?
In Burma arbeitet ora international mit einer Partnerorganisation, der Allianz „Rettung für Kindersoldaten“ zusammen, die dort seit Jahren im Einsatz ist. Sie betreut die Patenkinder, sie setzt Spenden zu ihrem Wohle ein – und sie schafft es auch immer wieder, Kindersoldaten zu befreien. Wie?
Viele Schritte bis zur Freiheit der Kindersoldaten
Die Frage, wie die Allianz „Rettung für Kindersoldaten“ es schafft, Kindersoldaten aus Barracken und Kasernen zu befreien, beantwortet sie am besten selbst. Einer ihrer Mitarbeiter berichtet:
„Es hat allein acht Jahre gedauert, bis wir einen guten Kontakt zur lokalen Miliz aufgebaut hatten. Wir konnten sie überzeugen, zuzulassen, dass wir Lehrer zu den Kindersoldaten schicken. Nach und nach wuchs das Vertrauen. Eines Tages kam die Miliz auf uns zu und bat uns, Kindersoldaten aufzunehmen.“
30 Kindersoldaten, erkrankt an Malaria
„Die Miliz wusste, dass wir mit Kindern arbeiten. So übergaben sie uns die 30 Kindersoldaten, die sie zu viel in ihren Reihen hatten. Alle Kinder waren schwer an Malaria erkrankt. Ohne Zweifel hat niemand in der Miliz ihnen eine Überlebenschance gegeben. Doch sie überlebten alle.“
Die Rettung dieser 30 Kindersoldaten war das erste Mal, dass unser Partner das Vertrauen, das er gewonnen hatte, für die Mädchen und Jungen einsetzen konnte. Seither gab es zahlreiche weitere Gelegenheiten. Seither wurden zahlreiche Kindersoldaten mehr gerettet und in die Freiheit begleitet. Und seit etwa drei Jahren machen wir aus Kindersoldaten Patenkinder. Machen Sie mit. Werden Sie Pate!
01
2012

