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  FAQ
+++ Ein Gespräch mit Jean Gakwandi +++



Im Oktober 2009 besuchte Jean Gakwandi die nordhessische Zentrale von ora international - Gelegenheit für ein ausführliches Gespräch über ...

 

... die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Ruanda

„Ruanda ist noch nicht in einer Situation, sehr sensibel auf derartige globale Entwicklungen zu reagieren. Zwar ist das Land als Ganzes betroffen, die Menschen aber spüren die Krise nicht unmittelbar. Sie leben in einer dauerhaften Wirtschaftskrise. Ein weiteres Problem ist ein weiteres Problem. Sie spüren es, wenn sie etwas kaufen wollen und es nicht können, weil die Preise gestiegen sind. Alles in allem aber ist die Krise aus dieser Sicht ein Problem der reichen Länder. Die Krise der Armen ist chronisch.“



... Umweltschutz in Ruanda

„Die ruandische Regierung hat dieses Thema schon vorangebracht. Man sieht es, wenn man in das Land kommt. In vielen Bereichen gelten strenge Regeln. Zum Beispiel: Man darf nicht mit einer Plastiktüte nach Ruanda einreisen. Es ist verboten. Man muss die Tüte auf dem Flughafen lassen. Dies ist ein sehr wichtiges Thema und auch wir erziehen die Kinder dazu, die Umwelt zu achten.“

... das Leben in der Stadt und auf dem Land

„Ich schätze dass zwischen 80 und 85 Prozent der Bevölkerung Ruandas noch auf dem Land lebt. Die Bevölkerung in den Städten wächst schnell, doch traditionell leben die Menschen in den Dörfern.
Der Vorteil in den Städten ist, dass man fließend Wasser und Elektrizität haben kann. Auf dem Land gibt es dies nicht. Ein anderer Unterschied ist die Haltung. In der Stadt muss man darauf aus sein, Geld zu verdienen, um sich davon Lebensmittel zu kaufen. Man kann in den Städten Menschen sehen, die tagelang nichts gegessen haben. In den Dörfern ist dies nicht so häufig der Fall. Hier bauen die Menschen ihre Nahrung selbst an.“



... die Zusammenarbeit mit ora international

„Gemeinsam mit ora betreiben wir zwei Projekte. Eines befindet sich in Kabuga, das andere einige Kilometer entfernt im Ort Bicumbi. Etwa 400 Patenkinder leben in beiden Orten. Wohlergehen, Bildung und Erziehung der Mädchen und Jungen werden gefördert, doch die Unterstützung geht darüber hinaus. Sie ist ganzheitlich und hilft den Familien der Kinder und den Gemeinschaften, die in den Projekten entstanden sind.
Hinter all unserem Engagement steht das Ziel, traumatisierte Menschen von ihren Traumata zu befreien. Und es hilft ihnen, dass wir ihre Gemeinschaft fördern und dass wir sie besuchen. Es hilft ihnen, die Traumata und die Einsamkeit zu besiegen.“

... die Auswahl der Kinder für das ora Patenschaftsprogramm

„In unseren Projekten bilden sich Komitees, die uns dabei helfen die Kinder für das Patenschaftsprogramm auszuwählen. Meine Mitarbeiter könnten dies auch gar nicht übernehmen. Die Komitees vor Ort aber kennen die Mädchen und Jungen, die Hilfe brauchen. Und danach prüft die Patenschaftsabteilung von Solace Ministries die Vorschläge.“

Lesen Sie den ersten Teil des Interviews mit Jean Gakwandi im aktuellen ora-Patenupdate.


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